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Erneuerung Strafanstalt Saxerriet
Salez

Projektwettbewerb 1994, 1. Preis

Neubau und Erweiterung

Bauherrschaft: Kanton St.Gallen, Hochbauamt

Projekt und Realisierung 1996 - 2003

Aschwanden Schürer Archtekten AG

 

Der in den 60er-Jahren erbaute Wohnteil der Strafanstalt Saxerriet ist als offene, weder von Mauern noch einem Zaun eingefriedete Anlage konzipiert und wird erweitert.

In einem Rechteck eingeschlossen, steht der klar strukturierte neue Wohnbereich der Anlage in bewusstem Kontrast zum gegenüberliegenden Arbeitsbereich. Ein von den Zellentrakten und dem erweiterten Ökonomiegebäude gebildeter Hof ist der neue Mittelpunkt der Anstalt. Er ist der Erschliessungsraum zwischen den einzelnen Trakten und bietet zudem Raum für gemeinschaftliche Aktivitäten der Insassen. Gezielte Durchbrüche zwischen und unter den Zellentrakten hindurch stehen der strengen Geometrie des Hofes gegenüber, diesen strukturierend und in verschiedenen Bildausschnitten den Blick freigebend auf die Weite der Rheintalebene und die dahinter liegenden Bergzüge. Die spezielle Situation der Insassen in der Strafanstalt Saxerriet - eingeschlossen zu sein ohne umgrenzende Mauern - wird auf diese Weise thematisiert. Verstärkt wird diese Thematik durch die raumgreifende Gebärde, mit welcher sich der Hof gegen den Freizeitbereich im Norden öffnet, und auch durch die Bepflanzung, welche die beiden Bereiche überlagert und so miteinander verknüpft.

Die innere Organisation der einzelnen Gebäude richtet sich nach der Logik der Gesamtanlage: Gegen den Innenhof sind die gemeinschaftlich genutzten Räume sowie die Erschliessungszonen gerichtet – die Zellen hingegen orientieren sich gegen aussen, so dass der einzelne Insasse wahlweise am gemeinschaftlichen Leben teilnehmen oder aber sich zurückziehen kann.